Was uns als Förderverein von Anfang an klar war, wird nun aber in absehbarer Zeit Realität: Die Häuser in der Kaiserstraße 114 – 118 müssen der Bebauung des Singer-Geländes weichen. Der Vertragsabschluss der SEW mit den Investoren ist zwar noch nicht besiegelt, aber danach kann es ganz schnell gehen. Deshalb müssen die 45 verbliebenen Bewohner der Häuser und wir uns sehr schnell um eine neue Bleibe bemühen.
Die bisherigen Planungen der Stadt sehen vor, dass die Familien die sanierten Räume der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule im Helleter Feldchen beziehen sollen, während die alleinstehenden Flüchtlinge in den städtischen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden. Das bedeutet für alle eine Verschlechterung der augenblicklichen Wohnsituation, sowohl in Bezug auf die aktuelle zentrale Lage in der Kaiserstraße als auch in Bezug auf die Beschränkung der Wohnungsgröße. Aus diesem Grund müssen alle betroffenen Flüchtlinge Ausschau nach geeigneten privaten Wohnungen halten, und dabei sollten wir sie nach Kräften unterstützen. Dies gilt für Wohnungen in unserem Bekanntenkreis und für unsere Kontakte zu Wohnungsinhabern, die wir verstärkt aktivieren sollten.
Betroffen von diesen Veränderungen ist natürlich auch unser Förderkreis mit seinen Beratungs- und Versammlungsräumen in der Kaiserstraße 118. Für uns hat die Stadt bisher ein kleines Büro in der ehemaligen Schule im Helleter Feldchen vorgesehen, das uns auf Grund der räumlichen Abgelegenheit in Broichweiden zur Wahrnehmung unserer Beratungstätigkeit völlig ungeeignet erscheint. Wir müssen für die Geflüchteten fußläufig in zentraler Lage erreichbar sein. Das haben wir auch der Stadt mitgeteilt, woraufhin uns der Beigeordnete Roger Nießen aufgefordert hat, ihm geeignete leerstehende Geschäftsräume mitzuteilen, um zu prüfen, ob die Miete für die Stadt bezahlbar ist. Wir sind also auf der Suche nach brauchbaren Objekten im Stadtzentrum und bitten alle, uns zu unterstützen und entsprechende Adressen mitzuteilen.