Auch in diesem Jahr führt der Arbeitskreis „Kein Vergessen“ wieder eine Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am Donnerstag, dem 27.1. um 15 Uhr vor der Kirche St. Sebastian durch. Genau um 15 Uhr wurde am 27. Januar 1945 das Konzentrationslager Auschwitz von der sowjetischen Armee befreit, und deshalb läuten um 15 Uhr die Totenglocken aller katholischen Kirchen in Würselen 10 Minuten lang. Das ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Erinnerungskultur der Stadt Würselen, ebenso wie die Mahnwache des Arbeitskreises „Kein Vergessen“ mit Totenlichtern auf den Stufen zur Kirche St. Sebastian an alle Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Dieses Erinnern an die Verbrechen des NS-Regimes ist gerade heute besonders wichtig, denn schon wieder wird in Deutschland Fremdenhass und Antisemitismus geschürt, sowohl von rechtsextremistischen Gruppen in der politischen Auseinandersetzung als auch von ganz normalen Menschen in völlig alltäglichen Situationen. Das Wort „Jude“ wird auch heute noch oder schon wieder auf deutschen Schulhöfen und Sportplätzen als Schimpfwort benutzt, und es werden Personen, nur weil sie durch das Tragen einer Kippa als Juden erkennbar sind, auf offener Straße verbal angegriffen und sogar geschlagen.

Die heutige Generation trägt zwar keine Verantwortung für die Verbrechen der NS-Zeit,  aber sie hat die Verantwortung dafür, dass sich derartige gesellschaftliche Verhältnisse nie mehr wiederholen. Deshalb ruft der Arbeitskreis „Kein Vergessen“ alle demokratisch gesinnten Bürgerinnen und Bürger Würselens auf, sich zahlreich an der Mahnwache vor der Kirche St. Sebastian zu beteiligen, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, aber auch um ein deutliches Zeichen gegen rechtes Gedankengut und gegen Antisemitismus zu setzen. Das sind wir als Demokraten den Opfern des Nationalsozialismus schuldig.

Die Mahnwache findet natürlich unter Einhaltung der geltenden Corona-Schutzverordnung statt.

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